Archive for Juli 2008

 
 

Heute vor 75 Jahren – 14. Juli 1933 – "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses"

Gleich zu Beginn der NS-Zeit wurde ein radikales Sterilisationsgesetz verabschiedet. Der Reichstag, also das Parlament und die Länder mussten nicht damit befasst werden, durch das Ermächtigungsgesetz („Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ vom 24. März 1933) war die Regierung ermächtigt worden, gesetzliche Maßnahmen in eigener Vollmacht zu treffen. Jetzt also machte die Regierung bar jeder demokratischen Kontrolle wirklich was sie wollte, es wurde Ernst.

Dieses erste Rassegesetz, das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wurde vom Kabinett am 14. Juli 1933 angenommen, es trat zum 1. Januar 1934 in Kraft. Es war durch die breite Möglichkeit zu Zwangssterilisation und durch die Einbeziehung sehr vieler, oft unklar definierter Gruppen von „Erbkranken“ geprägt.

Mindestens 400.000 Menschen wurden bis Mai 1945 auf Basis des Gesetzes zwangssterilisiert. An diesem Eingriff starben auch Menschen, etwa 5.500 Frauen und 600 Männer.

Zur Begutachtung eines Sterilisationsverfahrens wurden formal rechtsförmig agierende „Erbgesundheitsgerichte“ geschaffen, in denen nationalsozialistische Juristen und Mediziner zusammenwirkten; die individuellen Belange der „Kranken“ wurden dabei im Kontext der „Volksgemeinschaftsideologie“ des NS-Regimes nicht hoch veranschlagt. Es ging also nicht um medizinische Indikationen sondern um politische motivierte Gewalt.

Nüvifone Vaporware?

Ich war natürlich schon skeptisch. Das wär doch zu glatt gegangen, wenn das neue Fone aus der Nüvi-Serie schon im Herbst auf den Tischen gelandet wäre. Von der Ankündigung bis zur Kasse 9 Monate.

Nun, offensichtlich hat Garmin sich zu einem ähnlichen Schritt hinreißen lassen, wie auch andere Hersteller das immer wieder tun: Angesichts drohender Markt-Überolle eines bestimmten Wettbewerbers die Leute durch übervorzeitige Ankündigungen mit gephotoshoppten Bildern bei Laune zu halten.

Aus der Garmin-Homepage:

Nüvifone Update
The nüvifone will not be available in fourth quarter as previously announced. While we had hoped to have carrier launches in the fourth quarter, we have found that meeting some of the carrier specific requirements will take longer than anticipated. We remain pleased with carrier interest in the device and are working toward making necessary design changes to meet their requirements. We anticipate launching the product during the first half of 2009.

Schade. Zu früh gefreut.

Ich gehe jetzt in den Laden und hole, was da ist. Schöne Töchter haben auch andere Hersteller.

So, lieber Oswald Metzger, jetzt aber wirklich.

Der Oswald Metzger ist ein bunter Hund. Sozusagen. Erst rot, dann grün, jetzt schwarz. Doch für ihn scheinen Farben nur ein Anstrich zu sein, für ihn entsprechen sie offensichtlich nicht der Überzeugung, sie repräsentieren sie allenfalls, zumindest temporär.

Es sind nicht die Bequemen mit den angepassten Attitüden, die zu Treibern des Establishments werden. Wenn das ständige Revoltieren und Auflehnen mehr geworden ist als jugendlicher Umtrieb, wenn sich im eigenen Erkenntnisgewinn die wirklich wichtigen Fragen herauskristallisieren, wenn die Kraft und die Macht der Worte für die oberste Ebene reichen, dann spüren Solche den Drang zum Wirken.

Das derzeitige politische Deutschland ist eine Parteiendemokratie, ihr Kennzeichen die Ochsentour. Wer sich zu Höherem berufen fühlt, wer dieses Land mitgestalten will, der muß entweder früh auf die Rolltreppe getreten sein und dabei in jeder Etage verletzungsfrei auf die nächste gewechselt haben. Oder er bedient sich der so typischen Facetten von Quereinsteigern und spekuliert auf den Zufall.

Metzger ist kein Typ für die Ochsentour. Metzger löckt den Stachel wider die Biederkeit, wider die Tradition und wider die Rituale. Dagegen setzt er eigene Unbequemlichkeit, nervende Fragen und sperrige Positionen. Und wird bei alledem ungeduldig. Das Establishment nennt so eine Haltung schnell “Profilierungssucht”.

So einer wie er wird einerseits immer unter den jungen Wilden beginnen, mit ihnen gemeinsam Fahrt aufnehmen, Schlachten schlagen und Wunden lecken. Andererseits wird er irgendwann den Sprung mitten unter die Arrivierten wagen und dann versuchen, mit seiner ganzen bewegten Schwungmasse die Verharrung aufzubrechen und mitreißende Dynamik zu entfalten.

Metzger ist ein Glücksfall für die CDU. Die hat es nur noch nicht begriffen.

Metzger ist konservativ, er scheint es immer gewesen zu sein. Jedenfalls dürfte seine Sozialisierung im Ländle grundlegende Werte geprägt haben, die eher in die Richtung gehen, das Bewährte zu bewahren. Grün ist eben auch konservativ, auch wenn die Ideologen das ganze Grün eingemeinden wollen. Und Wirtschaft muß man auch aus Sicht des Etwas-Unternehmens denken, nicht nur als Umverteilungsmasse.

Aber Metzger formuliert Thesen, die nicht alle verstehen. Er benennt Zusammenhänge, die hinter den Horizont der “gefühlten Wirtschaft” eines Normalbürgers reichen. Metzger macht Vorschläge, die es Wert sind, ja der CDU unbedingt Wert sein sollten, diskutiert zu werden. Solche Vorschläge brauchen ein Forum, ein Forum Maximum. Und das ist nunmal der Bundestag.

Klar, wer unser Parlament als Versorgungseinrichtung für langdienende Funktionäre betrachtet, der hat ein Problem mit eigenwilligen Persönlichkeiten. Wer aber die Kraft in solchen Menschen kennt, der darf auf solche Typen nicht verzichten, der muß sie vor den Karren spannen, damit es voran geht. Denn es geht um das Ganze. Es geht um das Wohl eines Landes, unseres Landes. Die Herausforderungen der Globalisierung lassen sich nicht eben einfach mit landwirtschaftlichen Analogien patent beantworten. Metzger versteht eine Menge von Markt und Mächten. Und sind seine Ideen denn nicht geeignet, die Menschen und ihre Gesellschaft voranzubringen?

Metzger ist charismatisch, er kann kämpfen und stehen bleiben. Ich wünsche ihm, daß die Menschen am Bodensee verstehen, was er für sie tun kann. Immerhin verstehen sie dort viel von Internationalität, und sie wissen, was Industrialisierung Wert sein kann.

Oswald, ich drücke Dir die Daumen.

Ein unbekannter Karajan – Ferenc Fricsay

Ziemlich angetan war ich heute wieder mal von einem Stück in einem meiner beiden Lieblingssender, nämlich EinsFestival. Gezeigt wurde ein Streifen aus 1963, der damals bereits eine Wiederholung war.

In eindringlicher Weise probt das Dirigenten-Genie (schon in jungen Jahren ein Furtwängler-Vertreter) Ferenc Fricsay [ich glaube, man spricht "Ferensch Frickschai"] die Smetana’sche Moldau mit dem Radiosymphonieorchester des “Südfunks”. Nie je zuvor habe ich besser verstanden, wie man aus einer Partitur eine Interpretation macht. Beeindruckend, wie er aus uninspiriertem Notenbrei viele prononcierte Hörerlebnisse zaubert.

Unendlich schade, daß dieser begnadete österreichische Ungar schon mit 49 an Krebs sterben musste.

Unendlich schön, daß er – schwer krank – verstand, der Menschheit mit seiner Fernsehaufnahme ein wichtiges Dokument der Musikgeschichte hinterlassen zu können, ja zu sollen.

Fricsay steht auf meiner Musik-Merkliste.

Fricsay bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ferenc_Fricsay

Happy Birthday, Madiba.

90 Jahre wird er heute.

Ein Anwalt, ein Boxer, ein Häftling, ein Präsident – eine charismatische Figur im System Menschheit. Ein Leben, so voll mit Freude und Leid und wieder Freude. In einer Reihe stehend mit Mahatma Ghandi und Martin Luther King. Ehre, wem Ehre gebührt.

Gesegnet seist Du.

Wichtige Webgründer. Oder auch wichtige Webgründerinnen. Eine Expedition auf den Kilimandscharo.

So ein Aufstieg auf einen Gipfel ist eine Leistung. Eine große Leistung zumal dann, wenn er so exponiert und so hoch ist, wie Afrikas höchster. Zunächst eine lange Anreise, dann komplizierte Startvorbereitungen. Unten noch flacher, oben steiler. Unten noch warm, oben eiskalt. Wichtigste Voraussetzungen: Wille, Leidensfähigkeit, Geduld, Ausdauer, Kraft, Mut, Optimismus und eine unbändige Vorfreude auf das Ziel. Was diesen Berg von anderen Massiven unterscheidet ist seine exponierte Stellung, sein großer Kontrast und seine Vielfältigkeit in den Herausforderungen.

So mancher Gründer scheint mir einen solchen Weg zum Kilimandscharo zu gehen. Und genauso unterschiedlich, wie es die Herausforderungen sind, sind es auch die gewählten Ansätze.

Da gibt es Steiger, die generalstabsmäßig vorbereiten, sich zunächst in anderen Herausforderungen warmlaufen und dann mit klarem Kopf zügig losstarten. Sie haben alles dabei und wissen schon, um wieviel Uhr übermorgen sie ankommen.

Dann gibt es solche, die garnicht so genau wissen, ob sie da rauf wollen, aber schon mal hinfahren und losgehen. Sie stolpern ein wenig, kaufen in der Zone zwischen warm und kalt noch eine Wärmejacke, machen kurz unter dem ersten Schneefeld einen Konzeptwechsel, stellen einen Pixi-Fotoautomaten auf und verkaufen Erinnerungsfotos.

Mancher weiß schon, daß der Kilimandscharo eine tolle Sache ist. Und eine Herausforderung dazu. Deswegen sucht er sich Mitmacher, die eine ähnliche Idee von Route und Leistung haben. Dann läuft man gemeinsam los. Einen Teil des Weges fahren sie sogar mit dem Jeep eines Einheimischen. Solange es geht übernachten sie in Häusern anstatt im eigenen Zelt. Weiter oben bauen sie dann ein Basiscamp auf, akklimatisieren sich, probieren diese und jene Route aus, fragen den absteigenden Finishern Löcher in den Bauch und beschließen dann 500 Höhenmeter weiter das Camp neu aufzuschlagen. Nach ein paar Wochen erklären Ihnen die anderen, daß es nur noch Meter sind, die sie von der Fahne trennen. Darauf kündigen die Frischlinge einen Launch-Event an und organisieren eine Final-Run-Up-Party mit LiveBlogging von der Fahne. Alle sind glücklich und keiner will wieder nach Hause.

Die Deutschen Startups suchen jetzt den wichtigsten Webgründer. Ich fand das zunächst nur eine lustige Idee, denn mir war unklar, wie man “wichtig” in einem solchen Umfeld definiert. Um im Berg-Bild zu bleiben: Wer ist da wichtig? Der Bergsteiger? Oder sind das nicht eher die Supporter? Oder vielleicht die Vernetzer?

Jedenfalls wurde ich so neugierig auf die Vorauswahl und die Kriterien, daß ich den Finger gehoben habe. Das habe ich jetzt davon, ich bin dazu ausgewählt worden, als Teil der 10er-Leserjury sozusagen am Kilimandscharo zu hausen und zu beobachten, wer da wie hoch und wieder runter kommt.

Gut, ich habe Freiheiten. Als Nichtmitglied der Fachjury kann ich wohl auch sehr subjektive Entscheidungsparameter zugrundelegen. Businessplan? Funding? Plansollerfüllung? Break-Even? Internationalisation? Awards? Braucht mich nicht zu interessieren. Möglicherweise.

Aaaber: Dann kam heute nacht die Liste. 78 Damen und Herren. Und ein schon recht breiter Kriterienkatalog.

Wow, doch eine ordentliche Aufgabe, vor allem, wenn man die Sache ernst nehmen will. Und ich will das. “Rein subjektiv” hilft dann garnichts. Wie macht man denn das jetzt?

Dreiviertel der Benannten ist mir – ich sags frei heraus – völlg unbekannt. Keine Biographien, keine Ahnung von ihren Startups, keine von ihren Vernetzungen, keine Einordnung ihres Handelns durch Dritte. Um aber eine den Kriterien gerecht werdende Beurteilung treffen zu können, braucht es diese Infos.

Google ist mein Freund denke ich und schicke mal diesen, mal jenen Namen in die Suche. Die Treffer sind zwar spannend, werfen aber ständig neue Fragen auf.

Ich sollte nicht einfach loslaufen und hoffen, daß ich weiter oben noch eine Wärmejacke kaufen kann.

Jetzt habe ich erstmal mein Calc geöffnet und eine Matrix angelegt. Nachher sehe ich weiter.

Ich will gewinnen. Einen MP3-Spieler. Aber um den Preis, daß mein Betriebssystem ein Verhängnis für mich ist?

Es ist ja nicht so, daß mich Gewinnspiele immer kalt ließen. Aber meist scheue ich einfach das Hergeben meiner Adresse. Und dann stellt sich oft noch dazu heraus, daß die Fragen schlicht dämlich sind, das Teilnehmen wird also zur Zeitverschwendung.

Heute nehme ich dann doch mal an einem Gewinnspiel teil. Nicht, daß ich meine Regeln brechen wollte, nein, es ist was anderes. Und es ist auch nicht der ausgelobte Preis, etwa ein ein Sansa Fuze MP3- und Video-Spieler. Mit dem könnte ich zwar was anfangen, auf meinen 3-4 täglichen Hundespaziergängen. Wirklich, oft wünschte ich mir ein wenig Charles Lloyd oder auch Victoria Tolstoi zu hören oder Esbjörn Svensson (Gott-hab-ihn-seelig) – so beim dahintrotten am Bachlauf, mitten im Grünen, dem Vierbeiner beim Stromern zusehen. Das Szenario würde mich schon ein wenig reizen.

Nein, es ist ein – für ein Gewinnspiel – gänzlich unpassendes Motiv: Die Gewinnfrage provoziert mich.

Der Auslober nämlich, Frank Helmschrott, will dies wissen: Welches Betriebssystem nutzt Du? Wann würdest Du Dir wünschen ein anderes Betriebssystem zu haben und wann bist Du besonders froh, dass Du genau das richtige nutzt? Wann und wie wurde Dir die Plattformabhängigkeit bereits zum Verhängnis (Software, die auf Deiner Plattform nicht läuft, etc.)

Ha, das ist hinterlistig.

Natürlich benutze ich XP. Wie vermutlich die meisten hier im Netz. Und das schon viele Jahre. Vista hab ich mir gespart – im doppelten Sinne.

Mit XP hab ich immer noch alles, was ich brauche. Nein, XP macht mich nicht unzufrieden. Mein Betriebssystem lässt mich nämlich in Ruhe. Diese Abstürze und Konfigurationsorgien, von denen wohlfeile Kritiker immer wieder berichten, kann ich selbst nun gar nicht bestätigen. Mein Thinkpad erweist sich im Zusammenspiel mit dem XP als bombenfest.

Ok, ich nutze ansonsten fleißig Open Source: OpenOffice, Firefox, Thunderbid, Gimp und Scribus, das sind die Werkzeuge, die ich täglich offen habe. Aber mit meinem XP fühl ich mich “familiär”, wie der Ami sagen würde. Ich kenn mich mit dem DIng aus.

Und wenn “Es” – wie heute – einen dringenden Patch laden will, dann bin ich wirklich dankbar. Dankbar dafür, daß jemand an mich denkt und meine Maschine mit dem ausstaffiert, was ich nun wirklich brauche, damit – ja damit ich mich nicht weiter kümmern muß.

Ist mein Betriebssystem also ein Verhängnis für mich?

Hmm, da muß ich lange drüber nachdenken. Wenn ich mal so an die ganzen CDs und DVDs denke, die hier mit diversen -ix-Endungen herumliegen, wenn ich an die anderen Rechner denke, die unter meinem Tisch und im Regal stehen, alle jeweils minutenlang am booten… Ja, ein Verhängnis könnt das schon sein. Es ist wie bei einer guten Sucht, man kommt nicht los, trotz all der Versuche, die man nach guten Jahresanfangs-Vorsätzen oder einem Heise-Artkel immer wieder faßt. Ja, ich bekenne freimütig, ich bin abhängig von meinem XP.

Also, mit solch einem Bekenntnis schließe ich mich natürlich aus von der Teilnahme am Gewinnspiel, am Spiel um den Spieler. Lieber Frank, schade, daß ich Dich enttäuschen muß :-)

Aufgefallen: Hinschauer in Google-Trefferliste

Kennt wer noch die Bleiwüste?

Intensiver Umgang mit dem Thema Usabilty lehrt einen, daß ein Dauernutzer durchaus völlig anders mit einem System umgeht, als es der marktgeforschte Neuuser tut.

Normalerweise ist mir – nach vielen Jahren der Nuztung – eine Trefferliste bei Google zunächst nichts als eine Art Buchstabenansammlung, die mir in dieser Zeit ein sehr spezifisches Handling abgerungen hat: Cursorisches Streifen in leichten Diagonalen mit Suche nach den “gehighlighteten” (brrrr) Suchworten gepaart mit einer unterbewußten Abschätzung der Länge der gelisteten URL. Jedenfalls sind es die Textexzerpte meistens nicht, die in mir das Anklicken auslösen.

Nicht jedoch bei diesem Treffer

Treffer bei Google

Hängengeblieben bin ich bei “Verkauft auch Handys”.

Weder bin ich Texter, noch habe ich Psychologie studiert. Mein rudimentäres Knowhow von Marketing läßt mich aber dieses denken:

  • Klar verkaufen die Handys. Was denn sonst? Schöne leichte Ironie.
  • Kurzer Abstract, genau hierfür formuliert.
  • Ein nicht als Anzeige gekennzeichneter Treffer?
  • Viel angenehmer Weißraum um die Aussage.

Wie ich Rolf Hansen einschätze, ist dies jedenfalls kein Zufall.

Firefox-User, stellt das Prefetching ab! – Update

Update:

Bei Frank/1000ff lese ich, daß es mit dem Prefetching unproblematisch sein soll.

Viele Fragen ums Thema beantwortet die passende Mozilla-FAQ (englisch):

Wenn die Quintessenz ist, daß nicht automatisch alle URLs aus den Links einer besuchten Seite nachgeladen werden, sondern nur solche, die der Verantwortliche der besuchten Seite für holenswert erklärt, entschärft sich das Problem. Aber die Tatsache bleibt, daß jemand anderes entscheidet, was über die Elemente der gerade besuchten Seite hinaus weiter geladen wird.

Ursprungspost:

Heute mal einfach: Ich verweise auf Peter Kröner

http://www.peterkroener.de/firefox-user-stellt-prefetching-ab/

Im Firefox 3 ist Prefetching standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, dass der Browser von allen möglichen auf einer Seite verlinkten Ressourcen präventiv Daten herunterlädt, so dass diese, falls der Link angeklickt wird, schneller auf dem Bildschirm auftauchen. Warum das eine recht ungute Idee ist, erschließt sich eigentlich von selbst:

  1. Verschwendung von Bandbreite und Systemressourcen
  2. Schäuble, VDS und BKA-Honeypots

Klare Sache, das unkontrollierte Herunterladen von irgendwelchen Websites ist keine gute Idee. Abstellen geht zum Glück einfach:

  1. Im Browser
    about:config

    aufrufen

  2. Die Eigenschaft
    network.prefetch-next
  3. Durch beherzten Doppelklick auf
    false

    stellen

Fertig!

Ich halte es für ausgesprochen gedankenlos, daß die Entwickler dieses Feature standardmäßig ein- anstatt ausschalten. Zwar sehe ich im Gegensatz zu Peter kein Problem mit Schäuble dafür aber vor allem aber eins mit Schadscripten. Gut, ich kann jetzt – mangels Recherchemöglichkeit aufgrund einer Fiasko-Installation der Version 3.0 – nicht beurteilen, ob auch alle Javascripts “ge-prefetcht” werden, alleine die Tatsache, daß dies hier wahrscheinlich ist, macht mir Bauchweh.