Archive for the Category MuW – Markt und Wirtschaft

 
 

300.000 Euro Jahresgehalt. Bezahlt von Krankenkassenbeiträgen

Der alljährliche Bericht des Bundesrechnungshofes ist immer wieder eine Fundgrube für Unglaubliches und Unerträgliches. Seit wenigen Jahren darf die Kassenkontrolle des Staates nun auch in die Krankenkassen schauen und schaut dabei in kranke Kassen.

Besonders krank ist die Geldpyramide ganz oben. Nach den Empfehlungen der Sozialpartner – also des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände – sollen Vorstände solcher Organisationen nicht mehr als 130.000 Euro verdienen.

Als Vorstand (das gilt für 9 von 10 schreibt der Rechnungshof) einer großen deutschen Krankenkasse (und davon gibts viele) geht aber mehr über die Kontenkante, in der Spitze bis zu 300.000 Euro. Und darin nicht einbezogen sind schon mal zusätzliche Leistungen wie Dienstwagen, pauschale Aufwandsvergütungen, Mietersatz, Heimflüge (!), zinsgünstige Darlehen oder Ansprüche auf zusätzliche Altersversorgung.

Mir erschließt sich nicht, was an der Eintreibung von Kassenbeiträgen und dem schwer zu kontrollierenden Ausgeben an die Gesundheitsindustrie derartig verantwortungsvoll sein soll, daß solch hohe “Verantwortungsprämien” gerechtfertigt sind. Zumal – auch davon berichtet der Rechnungshof – im Versagensfall einem Vorstandsvorsitzenden 700.000 Euro Abfindung gezahlt wurden, obwohl ihm schwerwiegende Verfehlungen vorgeworfen wurden.

Gut. In BankerBoniMaßstäben sind das Peanuts, aber das System zieht natürlich Kreise.

Chefs von Kassenärztlichen Vereinigungen erhalten offensichtlich Gehälter in vergleichbaren Größenordnungen und ebenso diese wirklich nötigen Zusatzleistungen, die man in solchen Positionen zu brauchen scheint. Das ist ja auch gut begründet mit dem Verweis, daß die KVen “mittelständischen Unternehmen ähnelten” und dort lägen nunmal die Vergütungen zwischen 194.000 und 381.000 Euro (März 2005 Deutsches Ärzteblatt).

Ah ich vergaß, die genannten Summen werden ja in diesem Fall nicht direkt von der Versichertengemeinschaft, sondern aus den Beiträgen der niedergelassenen Ärzte bezahlt. Aber wenn ich mich richtig erinnere, zählen zu den Kunden des Geschäftsmodells “Arzt” außer den Patienten niemand weiteres. Patienten sind wiederum Mitglieder einer Kasse und die erheben dafür dann Beiträge aus denen die Ärzte, Krankenhäuser (und andere) bezahlt werden.

Charles Ponzi – gut für 150 Jahre Knast

Charles Ponzi ist die personifizierte Tellerwäschergeschichte. In nur 6 Monaten war er vom mittellosen italienischen Einwanderer zum bestens bekannten Millionär in Boston geworden. Sein Charme machte ihn zwingend, seine Cleverness berauschte, sein Aufstieg schien unaufhaltsam, Geldadel und High-Society lagen ihm zu Füßen.

1920 hatte Charles Ponzi eine Geschäftsidee und gründete – so würde man es heute nennen – ein Startup im Derivate-Bereich. Genügend Anleger fanden sein Anlagemodell attraktiv: Er versprach 50% Gewinn in 45 Tagen oder “double your money in 90 days” – eine Verlockung, deren Größenordnung voluminös genug war, um bei vielen ohne weitere Fragen nach Reputation und Plausibilität den Rest Zweifel im Innersten abzuschalten. Nur allzu bereitwillig kippten über 40.000 Anleger ca. 15 Millionen Dollar in dieses System. Der internationale Handel mit Postwertscheinen – einer Art universeller Post-Währung – sollte diese Erträge abwerfen.

Anleger nahmen Hypotheken auf oder verflüssigten ihre Altersvorsorge um Investments bei Ponzi tätigen zu können. Gewinne wurden oft sofort wieder reinvestiert. Eine Menge Agenten requirierte Ponzi mit üppigsten Provisionen und machte sie zu überzeugten Gläubigen, die aus Sparern wiederum Gläubiger machten. Schnell schwelgte Ponzi im puren Luxus, wohnte schon 1920 mit Air-Condition und beheiztem Swimming-Pool.

Kritische Nachfragen, zum Beispiel von Journalisten, konterte er mit Einschüchterungen und Klagen – und gewann seinen Prozess gegen eine Zeitung. Plausibel waren die Verdächtigungen zwar, aber eben nicht beweisbar. Spät erst recherchierte man gründlich und rechnete penibel nach. Doch selbst die aufkommende Unruhe nach einer ersten Artikelserie bekam Ponzi noch mit Geschenken in den Griff. Anleger vertrauten ihm weiter.

Beileibe war Ponzi nicht der erste, der ein perpetuales System erfunden hatte. Die Geschichte der modernen Zivilisation ist voll von einfältigen bis ausgeklügelten Systemen, aus dem Nichts Geld zu machen. Zu mächtig ist die Sehnsucht nach Reichtum, zu verlockend die Aussicht, mit frühem und kleinem Risiko gegenüber den Followern zu triumphieren. Keine Geld-Idee kann noch so esoterisch sein, als das sie nicht noch zum Kristallisationspunkt eines Anlagediamanten werden könnte.

Allen diesen Formaten ist aber das gleiche Kernelement gemein: die Ausschüttung von Erträgen aus gerade erst angelegten Geldern von Frischlingen – und eben nicht aus der Verzinsung der Anlage in fremden Geschäften. Eine Spirale entsteht. Ständig muß neues Geld zugeführt werden, damit die Legende vom gewinnträchtigen Geschäftsmodell aufrecht erhalten bleiben kann.

“Gelernt” hatte Ponzi von Luigi “Louis” Zarossi, einem Bankier, der sein Institut mit – vergleichsweise moderaten – Versprechungen von 6% Zinsen vor dem Konkurs bewahren wollte – was ihm nicht gelang. Zu dieser Zeit arbeitete Ponzi im Haushalt des Bankiers, eine einmalige Chance, diese Art von Geschäft aus erster Hand zu studieren.

Es kam, wie es immer kommt. Ein Außenanlass brachte das mühsam austarierte Schwindelgebäude zum Einsturz. Am Ende verzeichnet die Gerichtsbilanz des später “Ponzi-Scheme” genannten Betrugs 2/3 Verlust. 6 Banken machten in diesem Zusammenhang Pleite. Ponzi wurde erstmals verurteilt zu 5 Jahren Haft.

Gestern nun wurde der legitime Nachfolger Ponzis inauguriert. Er heißt Madoff und ist wegen des Betreibens eines Ponzi-Schemas verurteilt. Auf Madoffs Betrugskonto gehen keine Millionen, es sind Milliarden. Anlagevermögen in der Höhe eines Bruttosozialproduktes von Bulgarien oder Luxemburg ist vernichtet. Weg. Vollständig.

Bernard L. Madoff wurde zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Ponzi saß alles zusammen gerechnet 12-einhalb. Die Anleger wurden in beiden Fällen mit dem Verlust Ihres Vermögens bestraft.

Die nächste todsichere Anlage wartet sicher bereits um die Ecke.

http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Ponzi

http://en.wikipedia.org/wiki/Ponzi_scheme

http://www.nytimes.com/2009/06/30/business/30madoff.html

Kaffee – bestens geeignet für MassCustomization

Würde ich gefragt, welches meine Allerweltselemente im Alltag wären, müsste ich zu den unverzichtbaren Bedürfnissen vermutlich Kaffee zählen. Morgens auf dem Weg zum Bad wird zuerst die Maschine bestückt. Für die S-Bahn gibts einen Bahn-Becher. Auf der Arbeit wird die Arbeitskanne ausgepumpt. Und für Satte gibts am Nachmittag einen Latte Macchiato vom Italiener im Haus.

Sonntags ist das anders. Da ist Zeit und Muße und ich will genießen.

Meine Mischung bei sonntagmorgen.com

Meine Mischung bei sonntagmorgen.com

Da kam mir der Sonntagsmorgen-Kaffee von Till und seinen Kollegen wie gerufen. Denn dort bietet man einen Service, den ich hier um die Ecke nicht bekomme. Dort kann ich Kaffee aus Sorten mischen, mit Aromen peppen, mir das ganze nach Hause schicken lassen und dann in Ruhe ausprobieren. Ich bin im Convenience-Alter und schätze sowas ;-)

Von der jüngsten Mischung hab ich mal das Etikett ge-screenshot-tet.

Als Blogger mit Ehre möchte ich darauf hinweisen, daß ich für diesen Post und das Banner an der Seite KEINE Bezahlung oder eine andere Vergünstigung bekomme. Ich möchte einfach nur meiner Freude über einen tollen Service und ein feines Produkt von netten Leuten Ausdruck geben.

Ich wähle.

Ich bin also mit dabei. Ich darf aus der Shortlist mein “Start-up des Jahres 2008” auswählen.

Meine Kriterien hatte ich Christina gegenüber so formuliert:

- Eine Geschäftsidee mit konkretem Nutzen für die Kunden
- Möglichst (ich weiß, meist eine unrealistische Idealvorstellung) eine Idee, die On- und Offline miteinander verbindet, die das Leben abseits von Tastatur und Schirm sinnvoll mit der Netztechnik verbindet
- Originalität der Geschäftsidee – ein MeToo ohne “Weiterdenken” wird es sicher nicht
- ein abzusehenderweise funktionierendes Geschäftsmodell, das NICHT ausschließlich auf Werbung setzt
- eine Firma mit motivierten Menschen, die nicht mit Hungerlöhnen abgespeist werden

Nun, letzteres wird ohne Besuch und Gespräch nicht rauszubekommen sein. Und als Kriterium dienen kann das nur, wenn alle Kandidaten danach angeschaut werden können. Scheidet also aus. Bleibt: NoCopyCat, NoAdvertisementOnly, NoAmusementOnly, NoOnlineOnly.

Andererseits sollten Art und Ausführung des Auftritts, Charme der “Ideen-Identität” oder auch Gründungs-Energie eine Rolle spielen, alles nicht wirklich messbar und somit auch nicht in Vergleichbarkeiten auszuwerten. Bleibt: Subjektives Einschätzen. Und subjektiv sehend komme ich auch am weitesten.

Ich hab mich deswegen für panfu.de entschieden.

Panfu bietet eine Plattform für die Kinderbedürfnisse nach Beschäftigung und Wettbewerb. Es gibt Begeisterung durch Spiel und Bereicherung durch Lerneffekt.

Panfu ist für Kinder und das ziehe ich beim Werten mit ins Kalkül. Deswegen versuche ich den Auftritt und seine Machart nicht mit meinem nüchternen Web2.0-Business-Blick zu prüfen, der mir eigentlich ein Schütteln einbringen müsste. Und so sehe ich dann konsequent umgesetztes Kindchen-Schema. So gut umgesetzt, daß die Um-die-10-Jährigen offensichtlich in Mengen kommen. In diesem Alter ist man anscheinend gerne ein Panda, wie die Kommentare im dortigen Blog belegen.

Panfu ist aber auch auf die BudgetBewilliger der Kinder ausgerichtet und denen wird ein schönes Argument verkauft. Denn diese Eltern wissen, das Spielen am Computer läßt sich nicht verbieten. Also greifen Sie zu, wo zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden “die Kinder lernen ja englisch”. Und an dieser Stelle findet sich dann auch Panfus Geschäftsmodell: Man kassiert Abo-Gebühren.

Irgendwo hab ich mal gelesen, daß ein echter Gründer erst dann ein richtiger Gründer ist, wenn er vom Serialisierungsffekt erwischt wurde. Nun, dann sind die Panfus Moritz Hohl und Kay Kühne die richtigen, denn sie sind auch Frazrs.

OK, wenn ich es richtig sehe, gibt es noch andere Kinder-Online-Spiel-Plattformen. Meine Entscheidung verstößt also gegen mein eigenes Kriterium. Aber besonders gefallen hat mir – und das hebt die Negativ-Wertung wieder auf – daß man das Thema binnen kurzer Zeit internationalisiert hat. Und die Sicherung des Unternehmenserfolges durch das – ich sagmal – “Ent-Regionalisieren” ist essentiell. Gelingt die Expansion mit Erfolg in fremdsprachlichen Märkten (gleicher Kulturkreise wohlbemerkt) ist das Konzept stimmig, der Gründer erfolgreich. Ein Startup des Jahres muß diese Perspektive bieten.

Also, alles in allem eine ausnehmend subjektive Entscheidung, meine Entscheidung.

Ich wünsche viel Erfolg.

Übrigens, Cem’s Nummer eins war meine Nummer zwei.

Make your clients your friends

Ich gestehe, ich lese John Kuck. Und zusammen mit 26300 anderen bin ich nicht alleine. Und ich lese ihn gerne. Sein Thema ist die Freelancerei. Viele, viele Tipps und Ratschläge finden sich da, weltfremde, unbrauchbare, amerikanische und aber auch Dinge, die man wirklich überlegen sollte.

Gestern hat er 4 einfache Ratschläge postuliert, die einen beim eigenen Erfolgreichwerden “sozialer” werden lassen. Neben solchen Wahrheiten wie “schlafe nachts, arbeite tags” oder “besuche Kurse und Konferenzen zu Deinen Themen” schlägt er auch vor, die eigenen Klienten zu Freunden zu machen.

4. Make your clients your friends.

John gibt unumwunden zu, daß dies keineswegs ein unumstrittener Rat unter Freelancern ist. Er selbst hat aber nach eigenen Angaben nie ein Problem mit einer solchen Kundenbeziehung gehabt. Als Beispiel zitiert er seine Einladungen zu gemeinsam besuchten Veranstaltungen anstatt langweiliger Meetings oder Email-Serien.

Im Verlauf der letzten Jahre sind einige meiner Kunden für mich zwar nicht zu Freunden aber zu Froworkern geworden. Dieser Zustand zwischen gemeinsamer Arbeit und Freundschaft scheint mir ein Artefakt der Netzkultur zu sein, soziologisch vielleicht sogar ein neues Phänomen (ich bin Laie. Keine Ahnung, ob das stimmt). Was ich mir jedenfalls für meine Froworker gut vorstellen kann, daß sind gemeinsam besuchte Fußballspiele. Und mit einer bestimmten Person bei einem meiner guten Kunden würde ich garantiert auch zu einem Keith Jarrett Konzert gehen.

Aber in der Anbahnung?

Nun, dann mal durchdenken: Donnerstag nächste Woche besuche ich eine Interessentin. Habe bereits netten Kontakt über Email und Telefon.

Üblich ist für solche Termine ja der Besprechungsraum samt einer Tasse Automaten-Kaffee oder einem Glas Wasser und einem Teller unglaublich süßer Mischkekse. Erst ein wenige Smalltalk, die Frage nach der guten Anreise oder “hamsiesgleichgutgefunden?” Alle sitzen steif, sprechen Texte herunter, versuchen eine gemeinsame Sprache zu finden. Irgendwann der erste Lacher, Signal für das finden der gemeinsamen Resonanz. Das Eis ist gebrochen, die Fakten werden sachlich locker besprochen, oft entsteht eine inspirative Atmosphäre, gute Konzepte entstehen, brauchbare Projekte werden verabschiedet.

Aber vielleicht tut es ja ein Treffen am Rande gemeinsam besuchter (thematisch passender) Konferenzen. Der gemeinsame Fokus auf etwas Drittes und das darauf basierte Lernerlebnis löst zumindest das Konfrontative eines bipolaren Gesprächs auf. Kurz: man kommt leichter ins Quatschen.

Ich denke, gerade für diese erste Gesprächsphase ist eine Auflockerung gut geeignet. Amerikaner laden dafür gerne mal zum Essen ein. Oder sie treffen sich zu einem Meeting mit Golf-Caddie. Das kennt man ja aus’m Fernsehn. Später im Verlauf des Gesprächs kann eine hippe Location aber schwer hinderlich fürs gemeinsame Brainstorming sein.

Doch würdet Ihr Euren Erstkontakt, sagen wir mal… ins Museum verlegen? Oder könnt Ihr Euch eine gemeinsame Hafenrundfahrt für ein Finanzmeeting vorstellen? Geradezu absurd wäre es doch, ein Pitching mit dem Kunden im Ruderboot auf der Binnenalster zu veranstalten, oder?

Mobilisierungsinstrument Telefonkette – modernisiert und effektiv über Webservice

Wer in Mitgliedsorganisationen wie Parteien oder NGOs tätig ist, der weiß, daß es nur ganz wichtige Nachrichten und einige ziemlich ganz absolut wichtige Nachrichten gibt. Gemeinsam ist ihnen, sie müssen alle immer sofort an Alle gehen. Natürlich.

Klar, dafür hat man mindestens einen Email-Verteiler und manchmal auch eine Groupware. Doch in manchen Organisationen gibt es hartknäckige Modernisierungsverzögerer. Die sind allenfalls in der Lage, ein Mobiltelefon zu benutzen – nein, nicht für SMS. Zum telefonieren versteht sich.

Da greift man dann eben gerne mal zur bewährten Telefonkette.

Normalerweise geht das so: Jeder Teilnehmer auf einer Liste (die natürlich grad immer beim Vorstand liegt und der ist just in Urlaub, “Sabine, gibts davon denn keine Kopie?”) hat eine Nummer, die er anrufen muß. Alle sind im Ring angeordnet, der Letzte ruft wieder den Ersten an.

Einer der Teilnehmer setzt also beliebig eine Nachricht in Gang, in dem er den nächsten auf der Liste anruft und sein Sprüchlein aufsagt. Der legt auf und wählt wiederum brav seinen Follower. Soweit so gut. Stirnrunzeln bekommt man dann, wenn man nach 30 Teilnehmern am Ende wieder dran ist und der Termin plötzlich von 9 auf 19 Uhr gewandert ist. Wie hies doch gleich das Kinder-Spiel, “Stille-Post”?

Ganz blöd ist es, wenn einer der Teilnehmer nicht da ist, resp. nicht dran geht. Dafür gibts Gründe genug. Und Einer ist immer dabei, dann ist Schicht im Schacht. Nun, deswegen hat man zur Vorbeugung dann drei Nummren zur Auswahl… Chaos ist in diesen Prinzipen Regelmäßigkeit.

Wie gut, daß es Telefonroboter gibt.

Eben habe ich telefonkette.de ausprobiert. Dort kann man mit 50 Cent Startguthaben den Service unverbindlich ausprobieren. Gefällt mir gut.

Online über Formulare legt man eine Liste mit Nummern an (Mobilnetze erlaubt) und gibt sich eine PIN. Man erhält eine 0800er Nummer. Die ruft man dann an, spricht seinen Spruch “auf Band” und legt auf. Ist von der Bedienung so einfach, wie die T-Net-Box.

Jetzt ruft der Roboter solange die Teilnehmer an, bis die alle die Nachricht bekommen haben. Festnetzanrufe schlagen mit 4 Cent, Mobilfunkanrufe mit 20 Cent pro Minute zu Buche. Quite reasonable.

Am Schluß bekommt man eine Mail oder einen Rückruf über den Erfolg der Aktion.

Schön, soweit so gut. Alles plain, keine unnötigen frills, alles leicht verständlich. Hat Spaß gemacht.

Bei telefonkette.de muß aber noch ein wenig optimiert werden.

Der Roboter ruft ohne Nummer an, nicht wenig Leute, die ich kenne, drücken solche Anrufe sofort weg. Da wär es schon gut, wenn der Roboter die echte Nummer des Kettenstarters anzeigen würde. Dann kommt der Anruf auch bei solchen Leuten durch, die ein “rotes Telefonbuch” auf dem Handy haben.

Geht man doch dran, hört sich die Anruferstimme mit Ihrem markanten “Hallo” so an, wie die von den tausenden “Sie haben gewonnen”-Anrufern. Schwapp, gleich mein erster Teilnehmer hat sofort aufgelegt.

Dann ist die Ansage so allgemein, daß nicht einmal der Name des Anrufers oder der Name der Telefonkette durchkommt. Alles muß in die Message gepackt werden. Zumindest eine zentrale Ansage für die Kette wäre nicht schlecht, dann würde der Anruf gleich mit der vertrauten Stimme kommen, die Gewinnspiel-Gewinner-Anmutung wäre weggefallen.

Aber wie ich die Jungs aus Radewormwald kenne, bekommen die das auch hin.

Ich drück die Daumen.

Teilnahme an einer Studie zu Unternehmensblogs

Die LMU (Ludwig-Maximilians-Universität München) führt eine Studie zu Unternehmensblogs durch. In 23 Fragen wird untersucht, wie es um die Glaubwürdigkeit von Aussagen von Firmen in ihrem Blogs bestellt ist.

Teilnehmen kann man hier:http://www.dp-on.com/umfrage/index.php

Kreditkarte ist sicher – ganz besonders für Händler

Kreditkartenzahlungen im Netz haben große Bedeutung. In der Vergangenheit gab es immer wieder Ressentiments bei Händlern, weil sie hohe Rückbuchungsquoten befürchteten.

Aktuell sinkt diese Quote in Deutschland auf unter 0,3%! Das ist ein richtig guter Wert, wahrscheinlich kaum noch zu steigern.

Über solche Fakten gibt es eine – kostenpflichtige – Studie vom Zahlungsdienstleister Pago, die im folgenden Posting aber – kostenlos – umfangreich besprochen wird.

Meine Empfehlung:
http://www.mittelstandsblog.de/2008/08/deutsche-zahlen-online-am-zuverlassigsten/

Meine Kategorie "MuW" : Markt und Wirtschaft

Ich bin Käufer, Konsument aber auch Produzent.

Täglich konfrontiert mit der Tatsache, daß ich meist nicht Zielgruppe der gerade auf mich einprasselnden Werbung bin.

Häufig irritiert, warum gerade diese Leistung und jenes Produkt so und so gestaltet ist.

Gelegentlich beseelt mit einer Idee, was sonst noch gebraucht würde, oder wie mans besser machen könnte.

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