Mit dem Taxi kostenlos ins Einkaufszentrum. Die Suchmaschine als Carrier.

Das Suchmaschinen-Business war ja schon länger keines mehr, es heißt nur noch so. Nur Straßenschilder und Vorwegweiser aufzustellen, ist nicht lukrativ. Dieses Business besteht schon eine Weile aus der Förderung von Geschäften an einer öffentlichen Straße.

Der Werbe-Dienstleister hat zusätzlich Werbe-Schilder aufgestellt, Partnerprogramme organisiert und die Kunden geschickt aus den Autos und in die Läden gelockt. Er hat sich Autokennzeichen in Verbindung mit Kundenparkplätzen gemerkt und davon abhängig die Displays an der Landstraße für jedes Auto just-in-time mit passender Werbung bespielt. Verdient wird in diesem Business an den zufriedenen Händlern, die gerne von ihrer Marge abgeben. Clever.

Aber noch konnte jeder fahren und anhalten, wann und wo er wollte.

Dann hat der Werbe-Dienstleister jedem der wollte einen neuen schicken Briefkasten samt tollem Namensschild geschenkt und großzügig auch das Briefträgerwesen übernommen. Seitdem liest er die eintreffenden Postkarten mit und schmeißt die schon mal weg, die überflüssig, schädlich und sinnlos sind – alles kostenlos. Toller Service, die Menschen sind begeistert! Dankenswerterweise erkennt der Dienstleister so auch die wahren Bedürfnisse der Menschen und gibt wertvolle Produktempfehlungen zu den Postkarten dazu. Verdienen tut der Dienstleister an den zufriedenen Händlern, die gerne von ihrer Marge abgeben. Clever.

Aber noch konnte man die Prospekte ignorieren.

Jetzt will der Advertisement-Provider zum Carrierer werden, den Menschen ihre Einkaufswege erleichtern und kostenlose Kaffeefahrten mit dem Taxi organisieren. Wow, mit einem Taxi kostenlos ins Einkaufszentrum!

Klar, Fahr-Profis bürgen für Fahr-Sicherheit. Toll, man muß sich auch nicht mehr selbst um Inspektion und Ersatzteile kümmern. Schummrige Lokalitäten und böse Stadtviertel braucht man auch nicht mehr zu fürchten, da sorgt der liebe Carrier schon fürs drumrumfahren.

Die Leute werden zuhause direkt an ihren Briefkästen abgeholt (sic!). Da die Fahrgäste ja nicht mehr selber fahren, haben sie jetzt die ganze Aufmerksamkeit frei. Im Taxi läuft an jedem Sitz ein Bildschirm, der eine Marken- und Produktwelt abbildet, die – dem Dienstleister sei Dank – passend vorauswählt und gewichtet ist. Gefahren wird auf speziellen Routen und wenn man aus dem Fenster schaut, sieht man tolle Animationen und Entertainment-Events. Da fühlt man sich schon angenehm eingestellt, wenn man am Ziel in die blinkende Warenwelt tritt. Wer da wann und wie verdient, ist eh klar.

Oh ja, natürlich fahren diese Autos gerne auch noch woanders hin. Selbstverständlich steuert man gerne auch ein Museum an oder die Stadtverwaltung. Sicher. Nur der Krach aus dem Bildschirm wird auf solchen Strecken unerträglich. Die Fenster sind jetzt gänzlich mit Folien bedeckt oder man hat gleich außen einen Bildschirm draufgeklebt.

Will der Gast ins alternative Jugendzentrum, geht plötzlich die Tür nicht auf. Illegale Aktivitäten drohen da drin und man will den Fahrgast ja keiner Gefahr aussetzen, nicht wahr?

Ach, politisches Interesse? Natürlich, bitte gerne, davorne sind die Büros der Regierungsparteien. Oh, auf eine Demo wollen Sie? Tut mir leid, da kenn ich mich nicht aus, da wüßte ich gar nicht, wo ich sie hinfahren soll.

Tja, gut, wenn man noch eine Wahl hat…

via Cem

Warum eigentlich benutzt Ihr den Firefox?

“Irgendein Browser ist so gut wie jeder andere!”

Was Progrmmierer wahrscheinlich ganz anders sehen ist für die Normaluser schlicht Fakt:Ihnen ist es vollkommen gleich, was für eine “Internetsoftware” sie benutzen.

Treiben einem als Entwickler die Eigenheiten diverser WWW-Anzeiger die Tränen in die Augen, können die Normal-Menschen meist erst nach einigem Suchen auf dem Schirm sagen, welches Programm sie gerade nutzen, um www.tagesschau.de anzusehen. Effekte scheinen unwichtig.

Entwickler aber schwören auf den Browser mit dem Fuchs, so auch ich.

Warum eigentlich?

Weil es ihn für jede Plattform in gleicher Qualität gibt?

Mal abgesehen davon ob das wirklich im Detail stimmt. Als Nutzer nutze ich genau eine Plattform. Ob es (m)einen Browser für verschiede Betriebssysteme gibt, ist mir herzlich egal.

Ergebnis: unentschieden.

Weil es das Tabbing gibt?

Das hat sich ja als Unterscheidungskriterium erledigt, der Platzhirsch folgt da nun auch dem offensichtlich besseren Konzept.

Ergebnis: Gleichstand.

Wegen der intelligenten Suche?

Hmm, was ich damit meine? Na, gibt man in der Adresszeile keine URL mit www davor und TLD dahinter ein, sondern ein passendes Schlüsselwort, findet der Firefox dennoch meist ein relativ passendes Ziel. Gut der Internet-Explorer zeigt nur die ausgefüllte Google Suchmaske und eine passende Trefferliste an. Nicht wirklich eine Frage von besser oder schlechter gelöst, oder?

Egebnis: irgendwie beide brauchbar, Punkteteilung.

Wegen der dynamischen Lesezeichen?

Dynamische Lesezeichen oder Live-Bookmarks sind eine Innovation gewesen. Der Firefox zeigt nun einfach ein RSS-Zeichen in der URL an, wenn er in der Webseite einen entsprechenden Feed findet. Nicht länger muß man nun auf der Seite selbst nach einem Abo-Knopf suchen, wenn es einen gibt, dann immer in der URL.

Dabei kommt die Bookmark-Funktion eigentlich erst durch einen weiteren Schritt ins Spiel. Was man von den Tagesschau-News im frisch installierten FF 3.0 schon kennt, kann man mit jedem anderen Feed auch hinbekommen: Platzieren einer Newsliste aus beliebigem Feed in der Lesezeichenleiste.

OK. Der IE hat das (noch) nicht. Vorteil FF.

Weil er eine integrierte Rechtschreibprüfung hat?

Das ist nun unbestritten ziemlich brauchbar für einen Textarbeiter. Schön, wenn einem beim Schreiben von Postings solch eine Prüfung zur Verfügung steht.

Aber: Mein WordPress hat eine eigene Prüfung eingebaut, egal welchen Browser ich verwende.

Also: Kein wirklicher Nutzen. Verweigerter Pluspunkt.

Weil Pop-Ups blockiert werden können?

Tja, Popups können sich zur Seuche entwickeln. Das liegt zwar nicht an der Technik sondern an den Programmierern die sie für Werbung einsetzen, aber dennoch ist man nach einiger Zeit schwer genervt und will das abstellen.

Lies einen da der IE6 noch im Regen stehen, so ist sein jüngerer Bruder mit der Nummer 7 schon gefälliger. Jetzt gibt es einen Menüpunkt zum Abschalten der Pop-Ups.

Apropos, da gibt es noch diese andere Art von Flash-Popups, die der Firefox auch durchlässt…

Ergebnis: Ergebnis unverändert.

Wegen der Wiederherstellung der letzten Session?

Nun, klar. Wenn man am nächsten Morgen dort weiter machen muß, wo man am Abend zuvor wegen Bettgehbefehl abbrechen musste, dann ist das schon ganz hilfreich, all die Seiten wieder aufgemacht zu bekommen, die man sich im lauf der eigenen Arbeitssession so hingelegt hat. Da ist dann einges dabei, was man noch lesen möchte oder was die ein oder andere Hilfestellung hält, die Xing-Übersicht, das Blog-Dashbord, das ein oder andere Forum…

Ups, aber was ist denn das jetzt? Paßwort eingeben? Für welche Seite denn? Und gleich noch ein Passwort, und noch eines? Eieiei, das ist aber unübersichtlich.

Nicht wirklich immer gut.

Ergebnis: 1/2er Abzug.

Wegen der Anpassungsfähigkeit?

Nach einer Weile beginnt man ja, viel genutzte Programme anzupassen. Mit den Möglichkeiten, die der Firefox bietet, kann man eine schier unglaubliche Variation der Erscheinung erreichen. Suchmaske eliminieren (braucht man ja nicht Dank Smart-Search in der URL), Buttons verschieben oder gänzlich weglassen, allerlei Zeug in die Statusleiste packen, you name it.

Hier bin ich offen, seit Jahren nutze ich primär den FF. Ich weiß garnicht, ob der IE irgendwie anpassbar wäre. Vermutlich ist er das, aber ob ich das je rausbekomme?

Ergebnis: FF +1 – mangels besseren Wissens?

Wegen der Add-Ons?

Addons sind wirklich das Salz in der Suppe. Mit Plugins kann man vieles an eigenen Bedürfnissen befriedigen.

Da kann man Flash abschalten, mit eigenem JavaScript fremde Seiten brauchbar machen, Eingabefelder in Masken durch den Eigenen Editor hindurch befüllen, als Entwickler kontrollieren, was eine Webseite tatsächlich an den Server versendet, wenn man auf “Submit” drückt, HTML-Code validieren, JavaScript in der Seite abschalten oder dessen Fehler kontrollieren…

Ergebnis: nochmals FF +1 – oder wisst Ihr es besser?

Nun, der wahrscheinlich wahre Grund für mich heißt aber:

Aus Gewohnheit!

Und das sogar beim Wechsel von FF 2 auf FF 3, als mir viele eingebundene Plugins erstmal abhanden gekommen sind. Doch mein Grummeln war nicht so groß, daß ich meine Sicherheitsbedenken über Bord geworfen habe. Denn da bleibt immer noch dieser kleine Rest Mißtrauen dem Actice-X gegenüber.

Firefox-User, stellt das Prefetching ab! – Update

Update:

Bei Frank/1000ff lese ich, daß es mit dem Prefetching unproblematisch sein soll.

Viele Fragen ums Thema beantwortet die passende Mozilla-FAQ (englisch):

Wenn die Quintessenz ist, daß nicht automatisch alle URLs aus den Links einer besuchten Seite nachgeladen werden, sondern nur solche, die der Verantwortliche der besuchten Seite für holenswert erklärt, entschärft sich das Problem. Aber die Tatsache bleibt, daß jemand anderes entscheidet, was über die Elemente der gerade besuchten Seite hinaus weiter geladen wird.

Ursprungspost:

Heute mal einfach: Ich verweise auf Peter Kröner

http://www.peterkroener.de/firefox-user-stellt-prefetching-ab/

Im Firefox 3 ist Prefetching standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, dass der Browser von allen möglichen auf einer Seite verlinkten Ressourcen präventiv Daten herunterlädt, so dass diese, falls der Link angeklickt wird, schneller auf dem Bildschirm auftauchen. Warum das eine recht ungute Idee ist, erschließt sich eigentlich von selbst:

  1. Verschwendung von Bandbreite und Systemressourcen
  2. Schäuble, VDS und BKA-Honeypots

Klare Sache, das unkontrollierte Herunterladen von irgendwelchen Websites ist keine gute Idee. Abstellen geht zum Glück einfach:

  1. Im Browser
    about:config

    aufrufen

  2. Die Eigenschaft
    network.prefetch-next
  3. Durch beherzten Doppelklick auf
    false

    stellen

Fertig!

Ich halte es für ausgesprochen gedankenlos, daß die Entwickler dieses Feature standardmäßig ein- anstatt ausschalten. Zwar sehe ich im Gegensatz zu Peter kein Problem mit Schäuble dafür aber vor allem aber eins mit Schadscripten. Gut, ich kann jetzt – mangels Recherchemöglichkeit aufgrund einer Fiasko-Installation der Version 3.0 – nicht beurteilen, ob auch alle Javascripts “ge-prefetcht” werden, alleine die Tatsache, daß dies hier wahrscheinlich ist, macht mir Bauchweh.