Nüvifone – Bilder

Nachdem ich die Erlaubnis habe: hier die Bilder des Nüvifone von Garmin.

Gespannt bin ich wirklich, was im Herbst wirklich auf den Markt kommt. Der Wettbewerb ist attraktiv, aber die anderen kochen auch alle nur mit Wasser.

Nüvifone

Nüvifone 2

Doppel SIM – ein Kundenbindungsinstrument

neuerdings.com nennt es eine ehrliche und unbequeme Antwort, wenn man auf die Frage, warum es eigentlich nicht viel mehr mobile Telefone für 2 gleichzeitig betriebene SIM-Karten gibt, zu hören bekommt: weil es die Provider nicht wollen.

Die Vorteile der Dual-SIMs liegen für die Telefonierer ja klar auf der Hand: wer geschäftlich und privat getrennt telefonieren muß – egal ob wegen der Steuer, weil der Arbeitgeber es so will oder die Nummer der Freundin nicht im Rufnummernliste auftauchen soll – schleppt 2 Telefone mit sich rum. Dazu vielleicht noch zwei verschiedene Freisprecheinrichtungen, eine GPS-SD-Karte zum wechseln, möglicherweise noch einen PDA sowie natürlich diverse Ladegeräte. Ausgebeulte Taschen, die ständige Suche, ob auch alles beisammen ist, ganz zu schweigen vom stumpfsinnigen Abgleich der Kontakt-Datenbanken… wie schön, wenn alles in nur einem Gerät Platz fände. Solcherart Geplagte werden mit Empathie nach Dual-SIM-Handys Ausschau halten- und dabei nur allzuoft in die Röhre gucken.

Der Markt für diese Geräte ist außerordentlich eng und die klassischen Absatzkanäle für Handys, diese handtuchgroßen Fußgängerzonenshops mit den doppelt so großen roten, magentafarbenen, blauen oder auch grünen Leuchtreklamen führen keines der Modelle. Aus Providersicht natürlich logisch, die Kunden sollen mit der eigenen Karte schwätzen und mit sonst nichts. Da wäre es schlecht, wenn in das Gerät noch eine zweite, fremde Billigkarte passte.

Sicher, es ist unbequem, den Handy-Vertrag zu kündigen und dem anstehenden Gezerre um die Rufnummernmitnahme gelassen entgegen zu sehen. Da passiert schnell ein Unglück. Provider kalkulieren mit dieser Skepsis ihrer Kunden. Aber wenn eben dieser Kunde die Hürde tatsächlich auf sich nimmt – vulgo kündigt – und einen neuen Vertrag mit seiner alten Nummer woanders bucht, dann ist er weg. Und zwar dauerhaft. Dass diese Entwicklung nennenswert Raum greift, beweisen dynamisch wachsende Vetragszahlen von Billig-Providern. Ihre Angebote von niedrigen Grundgebühren, kurzen Vertragslaufzeiten und einfachen Preismodellen tragen ganz entschieden dazu bei, die Schwankenden zu Wechselnden zu machen. Mit der billigen Flatrate ist dann die Trennung der geschäftlichen und privaten Gespräche auch nicht mehr so wichtig .

Dual-SIM Handys würden die ursprünglich viel “kleinere” Wechsel-Motivation abfangen. Menschen, so hört man überall, sind bequem. Provider bräuchten einfach nur eine Zweitkarte aus dem eigenen Konzern in ein solches Doppel-SIM stecken und anlässlich der Vertragsverlängerung anbieten und ich wette, 2/3 der unzufriedenen Wechsel wären Bleiber.

Pech gehabt, liebe Fossile.

Nüvifone – wie nätt. Darauf warte ich also die ganze Zeit. Schön zu wissen.

Da kommt doch tatsächlich eine frische Brise auf, im Markt für kleine akkuausgestattete Mitnehmgeräte an der Antenne. Die Styles des iTelefons aus Amerika haben offensichtlich manchen Hersteller aus der Reserve gelockt, so wie weiland der japanische Wandersmann mit den Bandkassetten. Doch daß es gar keine Telefongerätefirma ist, die das “next-hottest-thing in telco” bringen wird, hätte keiner vermutet. Naheligend ist es aber, das ist sonnenklar.

Nüvifone heißt das Teil und es sieht klasse aus. Und es kann KINTT: Kontakte, Internet (mit UMTS), Navigation, Telefon und Termine – voila, ein großer Schritt hin zur eierlegenden Wollmichsau. Bauen wird es Garmin, jene Firma, die das GPS quasi von Anfang an mitgemacht hat. Und natürlich ist es kein Wunder, daß diese Company ihre große Kompetenz als Basis für die zu bewältigende Herausforderung genommen hat. Noch sieht man nichts außer gephotoshoppten Hochglanz-Pressefotos (http://www8.garmin.com/buzz/nuvifone/media_gallery.jsp) und genaue Daten müssen zudem abgewartet werden. Aber die Ankündigung Q3/2008 läßt zumindest hoffen, daß ein Weinhachts-Gadget 2008 gebucht ist.

Nun kann man vielleicht beginnen, 1 und 1 zusammenzuzählen und aus der angekündigten Zusammenarbeit mit Google (siehe Screenshot) spekulieren, nämlich darauf, daß dies eines der ersten Android-Geräte sein könnte. Wundern würde es mich wirklich nicht.

Gerne würde ich die Pressebilder verlinken, aber ich habe noch keine Erlaubnis.