Ein unbekannter Karajan – Ferenc Fricsay

Ziemlich angetan war ich heute wieder mal von einem Stück in einem meiner beiden Lieblingssender, nämlich EinsFestival. Gezeigt wurde ein Streifen aus 1963, der damals bereits eine Wiederholung war.

In eindringlicher Weise probt das Dirigenten-Genie (schon in jungen Jahren ein Furtwängler-Vertreter) Ferenc Fricsay [ich glaube, man spricht "Ferensch Frickschai"] die Smetana’sche Moldau mit dem Radiosymphonieorchester des “Südfunks”. Nie je zuvor habe ich besser verstanden, wie man aus einer Partitur eine Interpretation macht. Beeindruckend, wie er aus uninspiriertem Notenbrei viele prononcierte Hörerlebnisse zaubert.

Unendlich schade, daß dieser begnadete österreichische Ungar schon mit 49 an Krebs sterben musste.

Unendlich schön, daß er – schwer krank – verstand, der Menschheit mit seiner Fernsehaufnahme ein wichtiges Dokument der Musikgeschichte hinterlassen zu können, ja zu sollen.

Fricsay steht auf meiner Musik-Merkliste.

Fricsay bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ferenc_Fricsay