Twitter – Nix für Über50?

Benutzungshinweis: Dieser Text ist nicht für Allesversteher. Die verstehen ja schon alles. Dieser Text richtet sich an die vornehmlich-noch-nicht-so-netz-affinen Menschen, die Twitter ausprobieren wollen, aber nicht recht wissen, wie sie das anstellen sollen und warum auch. Ich hoffe, ich kann eine kleine Anregung geben.

“Was soll ich mit diesem Twitter? Das ist doch was für die jungen Leute. “

Grade wir Älteren – und ab 50 zählt man dazu – sind es ja müde, immer wieder auf neue Züge aufzuspringen, die durch die Gesellschaft rasen und viel Volk aufsammeln. Allzuoft haben wir gesehen, es ist nur Mode, was uns als Innovation verkauft wird. Immer seltener ist man im Alter von wirklich wichtigen Strömungen zu überzeugen.

Sicher, Twitter ist ein “Kommunikations-Tool” für junge Leute. Allerdings nur dann, wenn man die Nutzerschaft auszählt. Denn die Technik an sich ist verständlich und verwendbar für jedermann. Jeder, der je eine SMS verschicken konnte, kann twittern. Obwohl die Analogie nicht 100%ig trifft ist Twittern – kurz erklärt – das öffentliche Versenden von SMS gleichzeitig an Bekannte und Unbekannte. Inhaltlich gibt es keine Grenzen – jedenfalls solange der eigenen Reputation durchs Twittern drohende Schädigung keine Grenze gesetzt wird.

Also, was ist dran am twittern?

Twittern bedeutet, die eigenen Augen auf dem „Livestream“, dem Strom ungefilterter Ereignisse zu haben. Ereignisse, die sich in den – oft unreflektierten – Statements von Menschen spiegeln. Twittern bedeutet aber auch, ständig mit Meinung torpediert zu werden, Meinungen, denen man zustimmen kann und Meinungen, denen man widersprechen muß. Und dazwischen kommt das Ach und Weh des Alltags, Unbedeutendes, Informatives, Rührendes, Naives, Verzweifeltes, Ödes, Spannendes, Dummes, Hoffnungmachendes – eben die Fülle des ganzen Lebens.

Und wann macht Twittern richtig Spaß?

Ganz einfach ;)

Eigentlich kommt es nur darauf an, den richtigen Leuten zu folgen und von ihnen – nein, nicht verfolgt sondern – gefolgt zu werden. Wer sich in der richtigen Gesellschaft wiederfindet, der unterhält sich auch gut. Nicht besonders neu, oder?

Stellen Sie sich mal einen Empfang vor. Sie sind gut angezogen, kommen allein und stehen in der Mitte des Saales. Sie fangen Gesprächsfetzen von überall auf, aber Sie sind nicht wirklich in ein Gespräch einbezogen. Um sie herum quatschen alle. Sie mühen sich. Vielleicht werden Sie ja sogar eine Antwort in dieser oder jener Art los. Aber Sie sind nicht wirklich in einem Gespräch. Und weil Sie einfach nicht mitkommen, gehen Sie nach Hause.

An dieser Stelle finden sich viele neugierige Kurz-Twitterer. Sie sind überwältigt von der Gewalt der Flutwelle, der sie keine Dämme und Schleusen entgegensetzen können. Tweets über Tweets, alle ohne Relevanz und ohne Verbindung zu eigenen Identität.

Aber wenn diese Hürde überwunden wird, kann Twitter großen Spaß machen. Und das gelingt auch Ihnen. Setzen Sie auf Persönlichkeit, auf Ihre Persönlichkeit. Verzichten Sie einfach auf Gemache und Getue, vergessen Sie Schlips und Kragen und seien Sie so wie sie sind. Denken Sie, aber grübeln Sie nicht. Formulieren Sie, aber wortklauben Sie nicht. Machen Sie nicht das Unwichtige wichtig und lassen Sie andere Meinungen gelten.

Und wie geht das jetzt mit dem Folgen?

Das geht ganz einfach über den Follower-Knopf. Den findet man im Profil der Person, die man gerade gelesen hat. Klick – und los geht’s.

Und wo sind jetzt die Tipps?

Hier:

Folgen Sie Ihren Vordenkern.

Lesen Sie Blogs? Gibt es Blogger, die Sie immer wieder gerne lesen? Versuchen Sie diese Menschen auf Twitter zu finden. Meist haben die Blogger einen passenden Link in ihrem Profil. Oder Sie suchen in der Profilsuche von Twitter nach dem Pseudonym oder dem Klarnamen. Aber Sie können natürlich auch eine Email schreiben und um den Twitternamen bitten. Folgen Sie diesen Menschen und machen Sie die Erfahrung, daß Sie nicht selten direkt “zurück-ge-followt” werden.

Was Sie davon haben?

Na, dann stellen Sie dort mal Fragen. Und beantworten Sie die Fragen der anderen. Sie werden echte Interaktion erleben, pure Kommunikation und ein Diskurs beginnt.

Folgen Sie Ihrem Hobby.

Sie sind ein Enthusiast des Geo-Cachings? Oder es begeistert Sie die Bundesliga? Sie spielen Rollenspiele? Besuchen Sie doch mal die Web-Seiten zu Ihrem Hobby und suchen dort nach einem “Follow us at Twitter”. Ihr Twitter-Konto wird unmittelbar zum direkten News-Feed Ihres Hobbys, gespickt mit Tips zu Webseiten und Links zu anderen Twitterern.

Folgen Sie Schulen und Unis und folgen Sie Unternehmen.

In den USA nutzen Bildungseinrichtungen Twitter schon sehr intensiv, denn aufgrund von Ressourcendefiziten (man kann auch Geldmangel sagen) bleiben ihnen kaum klassische Möglichkeiten der Veröffentlichung. In Deutschland haben die Einrichtungen zwar auch kein Geld aber sie haben das Twittern noch nicht entdeckt. Der Elfenbeinturm ist noch geschlossen. Aber vielleicht twittert ja gerade einer Ihrer Profs? Suchen Sie doch mal und konfrontieren Sie Ihren akademischen Lehrer mit den Thesen von einst.

Und Unternehmen twittern natürlich auch, allerdings aus ganz anderem Grund: Sie suchen Publicity, wollen “in” sein. Und das kann spaßig werden, weil es nur allzuoft entlarvt. Spannender kann es manchmal sein, nach Kollegen im eignen Haus zu suchen und ihnen zu folgen. Mancher Flurfunk wird nun auch endlich Sie erreichen. Und vielleicht können Sie selbst ja auch mal zur Erhellung beitragen?

Folgen Sie Freunden.

Sie haben viele Freunde auf Twitter, die Sie einfach nur noch nicht kennen. Untrüglich ist der tief empfundene Zwang, ein Posting zu retweeten, also einen Tweet quasi wie ein Echo wieder nach draußen an Ihre Follower zu geben. Wenn Sie etwas lesen, was andere unbedingt auch wissen sollten, dann ist das ein verlässlicher Hinweis auf potentielle Wesensverwandtschaft. Drücken Sie Follow!

Verwenden Sie zwei Profile.

Wenn Ihnen Ihr Chef aber schon den Auftrag gegeben hat, für die Firma das “neue Twitter Dings da” zu machen, schaffen Sie sich bitte sofort ein zweites Profil an, ein privates. Sie werden es bitter bereuen, wenn Sie Ihre Meinung nicht von der Ihrer Firma auseinanderhalten können. Spätestens beim nächsten Bewerbungsgespräch.

Seien Sie dabei. Und zwar oft.

Schauen Sie oft nach Ihrem Twitter-Konto. Es ist ein Fluss von Nachrichten und Meinungen, der ununterbrochen an Ihnen vorbei fließt. Wenn Sie nur einmal in der Woche hinschauen verpassen Sie die inspirierenden Diskussionen und die gutenTips.

Am besten schauen Sie mehrmals am Tag in Ihren Strom, auch wenn es nur für ein paar Minuten ist. Haben Sie einen passenden PDA oder ein “mobile”, dann nutzen Sie die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, die drei Minuten nach dem Mittagessen, bis Sie das Tablett wegräumen oder die Zeit, während Ihre Lieben zuhause sinnlose Vorabendserien schauen (und das TV ohnehin für Sie blockiert ist). Twitdroid fürs Android-Phone oder Tweetie fürs iPhone sind gute Software-Vorschläge. Aber Achtung: packen Sie einen zweiten Akku ein oder ein USB-Ladekabel. Sie werden überrascht sein, wie lange 3 Minuten surfen sein können.

Jetzt erhöhen Sie Ihre Chancen, dass Ihnen Relevantes nicht entgeht.

Benutzen Sie die Schlüsselwort-Suche oder klicken Sie auf die Trending Topics.

Inspiration kommt nicht aus dem blauen Himmel. Wenn Sie für Geld kreativ denken müssen, dann lassen Sie sich helfen, in dem sie sich neuen Stichworten zuwenden. Die “Trending Topics” bündeln zeitnah und aktuell wichtige Themen. Schnell haben Sie hunderte Postings in wenigen Minuten zusammen, es entsteht ein umfangreiches Bild vor Augen, genug Material zum recherchieren.

Übrigens, die Wörter mit der Raute davor nent man Hash-Tags. Das ist englisch. Und man kann witzige Sachen damit machen. Sie werden schon sehen.

Benutzen Sie eine spezielle Desktop-Anwendung.

Twitter ist oft eine Kakophonie. Ein einziger gemischter Strom auf der Twitter-Homepage kann für den konservativ geschulten Intellekt (die akademische Karriere begann z.B. mit der Grundschule in den 60ern) unbeherrschbar werden.

Falls es Sie – wie auch mich – ablenkt, wenn viele Gespräche auf einmal laufen, probieren Sie TweetDeck, Seesmic oder Tweetie aus. Diese kostenlosen Programme trennen Tweets in Gruppen oder Listen auf, und Sie können auf einen Blick erkennen, was die Geo-Cacher, die Briefmarkensammler oder die Blogger mitzuteilen haben.

Fazit

Lassen Sie sich nicht abschrecken, Twittern ist ein Erlebnis!

(Inspiriert von/inspired by Lorrie Jackson )

PS: Twittern macht uns unglaublich relevant

Laconi.ca est

Nicht die Diskussion über die Berechtigung von System A oder System B ist spannend, sondern, welche Dynamik sich gerade in der ganzen technischen Klasse abspielt.

Chris von Fixmbr hat dankenswerterweise und mit sicherem Gespür für die Auswahl einige Zitate aus der englischsprechenden Welt zum Thema Identi.ca zusammengefasst. Erstaunlich und wieder nicht, dreht es sich ums “Wer mehr User hat, hat mehr Berechtigung”.

Erstaunlich deswegen, weil bei der Entscheidung des neugierigen Users für die Teilnahme an einem bestimmten System natürlich gute technische Angebote eine Rolle spielen. Auch der gebotene Umfang von Funktionen ist wichtig. Wer sich dem Microblogging – so wie immer noch viele in D – erstmals annähert, der würde natürlich viel eher diese Punkte in Erwägung ziehen.

Nicht mehr erstaunlich ist diese Techcrunch-zentrierte Diskussion, wenn sich Leute melden, die früh schon getwittert haben. Klar, man hat seine Community und aus der wechselt man alleine nicht gerne raus. Gewohnheiten sind wichtig, manchmal sind es auch die Abhängigkeiten.

Es stehen sich somit das Erkennen von Schwächen und Entwicklungsbedürfnissen (samt Featureritis) und der Wunsch nach Stabilität im sozialen Netzwerk gegenüber.

Aus diesem – im Sinne Cems zweiten – Antagonismus als weitere Motivation des Schubes kann man meines Erachtens nach aber die mögliche Entwicklung einigermaßen skizzieren.

  • Laconica bricht Twitters Idee auf. Es skaliert und löst damit technische Probleme. Es ist Open Source und bietet dadurch enorme Möglichkeiten für Schnittstellen und Teilentwicklungen. Microblogging-Netze können auf diese Weise so morphen, wie Single-Systeme wie Twitter es nie können werden.
  • Laconica bietet Raum und Feld für ex-corporate-evangelists. Ich will den Namen ja nicht schon wieder nennen, Robert hats ja so eingeleitet mit “merkt Ihr nicht…” Evangelists bündeln Meinungen treiben die Diskussion, formulieren Forderungen und Vorschläge. Evangelists bilden Gruppen gleicher Geister (GGG), werben für das gemeinsame Nutzen und handeln. Mit der angekündigten MBC09 gibt es einen ersten Beweis der These. Mengen von Menschen werden zu begeisterten Usern in kritischen Größenordnungen.
  • Laconica bietet durch die beabsichtigte Skalierbarkeit das Versprechen von Nutzer-Wachstum in Größenordnungen und somit auch von einem gigantischen Kommunikationsfluß. Wer immer sich mit Semantik befaßt, wird ein riesiges Reservoire von Untersuchungsmasse finden.
  • Laconica ist als junges und irrsinnig schnell wachsendes technisches System und damit – unter der Voraussetzung der Vernetzbarkeit – als Basis einer Systemklasse erstmals in einer Position, in der Nutzer ihre Identitäten mehrfach nutzen könnten. Was die SocNets alle nicht auf die Reihe gebracht haben, nämlich die Garantie zu bieten, als Nutzer Brenrhad exakt mit den selben Merkmalen in allen Systemen präsentsein zu können, daß könnte Laconica einfach deswegen bieten, weil es in der Position ist, Standards zu setzen.

Der wichtigste Knackpunkt wird sein, wie man Identitäten aus einem System in ein weiteres System schalten kann. Vielleicht gehts ja auch schon mit Pseudo-Nachnamen, der Nachname als Bezeichnung für das Netz, in dem man seine Basis hat. Ich twittere dann also als “@laconica>brenrhad”

Ist das Problem gelöst, kriegen wir endlich die Autobahn für flüchtige Kommunikation, die wir mit Chats, ICQ und Twitter hofften bereits zu haben.

Unter diesen Voraussetzungen sind die erstaunlichsten Sachen denkbar. Mir macht das jedenfalls schon jetzt unglaublich Spaß.

Von heute in den nächsten Sommer geschaut? Ich wiege mein Haupt, leicht zur Seite und wieder zurück, pendele in ein nickendes Ja: Twitter wird über einen Austausch der technischen Basis hin zu einem offenen System nachdenken. Zumindest wird es Nachnamen zulassen.

Cem Basman "Ich twittere nicht aus Spaß, es war reines professionelles Interesse"

Cem Basman hat gestern und heute einen tiefen Einblick in aktuelle Strömungen gegeben, wie ich sie mir von einem “evangelist” wünsche. Sein aktueller Fokus liegt auf dem Thema Microblogging (#MB). In einem halbstündigen Interview mit Sebastian Keil spricht er über Twitter und Identica, warum das eine ihn enttäuscht und das andere fasziniert und warum das Thema Microblogging überhaupt sehr spannend ist. So spannend, daß er eine eigene Firma für einen eigenen Service in einer sehr konservativen Branche gebaut hat.

Bis dato stand das nun zweijährige Twitter ja als Gattungsbegriff synonym für das ganze Microblogging. Cem sagt “Twitter hat eine Tür aufgestoßen. Dadurch sind eine Menge neue Ideen Konzepte und Produkte gekommen und entfalten sich”. Für Cem ist Microblogging einer der großen wenn nicht der Impulsgeber im Web. Es gab schon mehrere solche Schübe, Cem setzt sie in Bezug zu den Entwicklungen von Wikis, Blogs und dem Tagging.

In den zwei Jahren MB-Schub hat sich viel getan und zentrale Systeme, die nicht skalieren, kommen an ihre technischen Grenzen. Twitter ist so ein System. Für Cem – und bestimmt nicht nur für ihn, wie die grade eingesetzte #Wanderwelle zeigt – sind diese technischen Schwierigkeiten, aber auch der zunehmende #Firmenspam und die unglückliche Handhabung mancher Features wie den #Hashtags Grund genug, sich neuen Systemen zuzuwenden.

identica

identica

identi.ca ist so ein System, “unglaublich jung” (Cem), gerade mal 4 Wochen alt. Es basiert auf der Open-Source-Technik “Laconica” und bietet die Chance, viele Microblogging-Welten zu vernetzen.

Anders als Robert glaube ich nicht, daß wir hier einen Wettbewerb zwischen zwei Anwendungen haben. Ich glaube, hier löst die eine Technik die andere ab. Ich finde Laconica deswegen so interessant, weil jeder seinen eigenen Laconica-Server aufbauen und – so wie identi.ca – auch sein eigenes inhaltliches System betreiben kann. Diese Anwendungen können miteinander Verbindung aufnehmen. Damit werden eigene aber dennoch vernetzte Kommunikationssysteme mit möglicherweise übergreifenden Identitäten möglich. Themen, soziale Bezüge, regionale Teilbereiche – alles kann ein eigenes Umfeld haben. Jeweils ein Sprachjargon wird sich etablieren, Codes werden erstellt, die in der jeweiligen Welt perfekte Kommunikation erlauben. Das ist für mich ganzklar eine andere Klasse, so wie der Wechsel vom Moped zum Motorrad.

Ein anderes semantisches Web

Cem hat in einem eigenen Projekt (Launch im September) vom Autotagging gesprochen. Notwenige Voraussetzung ist das Erkennen des “eigentlich gemeinten Inhaltes” und an diesem Punkt wird es wirklich spannend.

Die logische Basis verdeutlicht er ebenfalls im Interview, er beschreibt den Antagonismus formelle/formale vs. informelle Kommunikation. “Formale Information ist es also beispielsweise, wenn ich eine Liste von irgendwelchen Fakten bekomme oder irgendwie ein Sachthema erklärt bekomme”. “Formale Information kann ich selber herstellen, das ist ‘ne Menge Arbeit bzw. im Geschäftsleben kauf ich mir sowas.”

Im Gegensatz dazu steht die informelle Information, d.h. der Flurfunk. “Was meinen Leute zu bestimmten Themen? Das rauszufiltern eben, die Leute zu erkennen, die Quellen zu erkennen, die relativ gute Aussagen machen, das ist schwer. Das kann man nicht kaufen.” Wie strukturiert man diese Information, wie kann der den Informationsgehalt aggregiert werden? “Man hört vieles und zieht irgendwann mal seine Schlüsse daraus. Das heißt, die Lösung die man sucht ist nicht in dem Gemurmel drin, sondern die muß man sich erarbeiten. Aber da gibt es bestimmte Kriterien, wonach das geht. Ist das die Häufigkeit von Buzzwords? Ist es sozusagen, wer was sagt? Wann und in welchem Kontext steht das zum realen Leben, zu Ereignissen, die draußen sind?”

Wer es schafft, diesen Fluß an Kommunikation in Fakten und Meinungen zu trennen, gleichzeitig aber über die Korrespondenz der beiden Stränge zu verfügen, der dürfte sehr schnell verlässliche Trends ermitteln können. Autotagging kann zum Separator werden. Häufigkeiten, Bezüge zu Personen und zu Themenfeldern, zeitliche und räumliche Verteilung bilden Sets die wiederum in ihrer zeitlichen Abfolge zu steigenden oder fallenden Bedeutungen an- oder abschwellen können. Daraus gewonnene Informationen finden einen Markt. Die Anwendung erreicht das RL.

Der Congreß zum Microblogging

Im Januar soll in Hamburg der #MBC09 stattfinden, der Micro-Blogging-Congress 09. Er soll die Antwort auf die vielen Fragen geben, die sich aus dem grade vollziehenden Umbruch ableiten. Viele Leute stehen parat, der MB-Technik ihren Stempel aufzudrücken, die Gattung neu auszurichten und zu prägen. Neben den Nerds/Geeks/Technies sollen aber auch die konzeptionellen Leute ihre Plattform haben und auch die Kultur soll stattfinden.

Cems Bubbles sind Konzepte, zentrale/dezentrale Netze, verschiedene Services, Frameworks, Protokolle, Einblicke in die Basisplattformen. Ein Workshop soll live-development möglich machen. “Wir wollen die Techologie nicht ausklammern aber ich denke mal – ich würde mir sehr wünschen – daß es gelingt, daß die generelle Botschaft hier ist, die MBC09 ist sehr inspirativ. ”

Ich bin davon überzeugt und mir wäre es eine Freude, dabeizusein.